Perfektionismus zeigt sich bei vielen Menschen vor allem dann, wenn es um Sichtbarkeit geht. „Was werden die Leute denken?“ oder „Mein Content ist nicht gut genug“ – dahinter steckt die Angst vor Bewertung, und die hat oft tiefe, unbewusste Wurzeln.
Die Maske kostet Energie
Viele vergleichen sich ständig mit anderen, vor allem in den sozialen Medien. Was wir dabei übersehen: Dort tragen viele eine Maske – und die aufrechtzuerhalten kostet enorm viel Kraft. Sich zu zeigen, wie man ist, unperfekt und echt, kostet am Anfang Mut. Auf Dauer macht es das Leben leichter.
Perfektion ist eine Illusion
Perfektion ist unerreichbar – und überflüssig. Der Gedanke, alles müsse fehlerfrei sein, ist ein Mindfuck, der dich klein hält. Sichtbar sein heißt nicht, perfekt zu sein. Es heißt, ehrlich zu sein.
Typische Beispiele
- Angst vor der Kamera: Du willst Videos für deine Zielgruppe erstellen, schreckst aber zurück, weil du findest, du siehst oder redest nicht „gut genug“. Sobald diese Blockade gelöst ist, präsentierst du dich sicher und authentisch.
- Das Kundenprojekt bis zur letzten Minute: Du feilst bis kurz vor Abgabe an jeder Kleinigkeit – obwohl dein Kunde längst zufrieden wäre. Dabei verlierst du wertvolle Zeit und Energie.
- Der perfekte Plan: Du bereitest dich akribisch auf jede Sitzung vor – und merkst dann, dass die Situation eine ganz andere Herangehensweise erfordert. Oft reicht es, flexibel und präsent zu sein.
Verletzlichkeit ist Stärke
Verletzlich fühlt man sich dort, wo etwas Ungeklärtes sitzt. Trifft dich Kritik, lohnt es sich hinzuschauen. Ist das Thema gelöst, wirst du merken: Verletzlichkeit ist keine Schwäche. Und die Meinung anderer trifft dich nicht mehr so leicht.